Für wiederkehrende Unterleibs- und Regelschmerzen. Ohne Anmeldung, die Einträge bleiben auf deinem Gerät.
Wer mit Unterleibsschmerzen in die Frauenarztpraxis kommt, hört meist zuerst diese Fragen: Wann tut es weh, wie stark, und hat es mit der Periode zu tun? Aus dem Gedächtnis lässt sich das schlecht beantworten. Nach ein paar Wochen erinnert man vor allem die schlimmsten Tage.
Ein Tagebuch über zwei bis drei Zyklen zeigt Muster, die sonst untergehen. Zum Beispiel, ob die Schmerzen nur während der Blutung auftreten oder inzwischen auch an Tagen ohne Blutung. Für die Behandlung ist das ein wichtiger Unterschied. Die Leitlinie zur Endometriose nennt die genaue Schmerzanamnese ausdrücklich als wesentlichen Teil der Diagnostik. Nützlich ist das Tagebuch aber bei allen wiederkehrenden Bauch- und Unterleibsschmerzen, auch wenn noch niemand an Endometriose gedacht hat.
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Bei plötzlichen, sehr starken Bauchschmerzen, bei Schmerzen mit Fieber oder Kreislaufproblemen, bei einer Blutung, die mehrere Stunden hintereinander jede Stunde Binde oder Tampon durchnässt, und bei Unterleibsschmerzen mit möglicher Schwangerschaft: sofort ärztliche Hilfe holen. Notruf 112, ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117.
Bei einer Endometriose wächst Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutterhöhle, etwa am Bauchfell, an den Eierstöcken oder am Darm. Liegt es in der Muskelwand der Gebärmutter, spricht man von Adenomyose. Typisch sind starke Regelschmerzen. Häufig kommen Schmerzen beim Stuhlgang, beim Wasserlassen oder beim Sex dazu, außerdem starke Blutungen, ausgeprägte Erschöpfung und Darmbeschwerden wie Blähbauch.
Bis zur Diagnose vergehen oft mehrere Jahre, auch weil starke Regelschmerzen lange als normal gelten. Die Beschwerden beginnen nicht selten schon im Jugendalter. Wer jeden Monat wegen der Schmerzen in der Schule fehlt oder regelmäßig Schmerzmittel braucht, sollte das frauenärztlich abklären lassen.
Das Tagebuch ersetzt keine Untersuchung. Es macht das Gespräch in der Praxis aber deutlich genauer.