Eine ambulante Psychotherapie ist nicht immer die passende Hilfe – und manchmal ist sie nicht schnell genug verfügbar. Das heißt aber nicht, dass es keine Hilfe gibt: Für viele Lebenslagen gibt es eigene Anlaufstellen, die oft schneller erreichbar sind und genau für diese Situation da sind. Such dir hier die Situation heraus, die zu dir passt.

Wichtig: Bei akuter Lebensgefahr immer sofort Tel. 112 anrufen. Alle Notfall-Nummern und Krisendienste findest du gesammelt auf der Seite Weitere Hilfe.


„Ich bekomme keinen Therapieplatz" – lange Wartezeit überbrücken

Viele Jugendliche und Eltern erleben, dass Therapieplätze knapp sind. Das kannst du tun, während du wartest:


„Bei uns zu Hause ist ständig Streit" – Konflikte in der Familie

Bei anhaltenden familiären Konflikten ist oft nicht Psychotherapie, sondern eine Hilfe zur Erziehung die passende Unterstützung. Eltern haben darauf einen Rechtsanspruch (§ 27 SGB VIII) – Ansprechpartner ist das Jugendamt.


„Mein Vater oder meine Mutter trinkt" – Sucht in der Familie

Wenn ein Elternteil oder eine andere nahestehende Person Alkohol oder Drogen konsumiert, ist das für Kinder und Jugendliche sehr belastend – auch wenn die Person selbst „kein Problem sieht". Du musst das Problem nicht lösen. Aber du kannst dir selbst Unterstützung holen:


„Ausbildung abgebrochen – und jetzt?" – Schule, Ausbildung, Arbeit

Wenn es in der Ausbildung, Schule oder Arbeit nicht läuft – wegen Antriebsmangel, Konflikten mit Kolleg*innen oder weil der Beruf nicht passt – gibt es Beratung „aus einer Hand":


„Miete, Bürgergeld, Wohnung weg" – Geld- und Wohnungsprobleme

Geldsorgen und drohender Wohnungsverlust sind enorme Belastungen für die Psyche – und umgekehrt bringt eine gesicherte Wohnung oft spürbare Entlastung. Diese Stellen helfen:


„Jemand, den ich liebe, ist psychisch krank" – Angehörige

Wenn Partner*in, Elternteil oder Geschwister psychisch erkrankt sind, brauchst auch du selbst Unterstützung – sonst droht Überforderung:


Für Eltern: Wenn Ihr Kind Hilfe ablehnt

Viele Eltern möchten Hilfe organisieren und stoßen auf Widerstand bei ihrem Kind. Das ist zermürbend – und gleichzeitig häufig und verständlich, denn Veränderung braucht eigene Motivation (siehe Phasen der Verhaltensänderung). Sie können trotzdem etwas tun:


Und wenn doch eine Psychotherapie das Richtige ist?

Ob eine Richtlinien-Psychotherapie die passende Hilfeform ist, wird in der Psychotherapeutischen Sprechstunde geklärt. Auch wenn dort herauskommt, dass eine andere Hilfe besser passt, ist das ein Gewinn: Du weißt dann, wo du ansetzen kannst. Und der Weg zurück in die Psychotherapie bleibt offen, wenn sich deine Situation ändert.

← Zurück zur Übersicht Therapie-Wissen